Wood construction battles climate change through carbon storage  

Holzbau bekämpft Klimawandel durch Kohlenstoffspeicherung

Trapping carbon with the power of the sun

Published: 16.02.2017 10:00

Der Anteil der Baubranche an den weltweiten Treibhausgasemissionen pro Jahr beträgt bis zu 30 %, weshalb sie im Kampf gegen den Klimawandel eine wichtige Rolle spielt. Das Bauen mit Holz ist Teil der Lösung, da Holz als einziges Baumaterial Kohlenstoff speichert. Zudem haben Holzprodukte, wie Kerto® LVL,  während ihres Lebenszyklus eine überraschend geringe CO2-Bilanz und können in praktisch jedem Gebäude zur Speicherung von Kohlenstoff eingesetzt werden.

Timber products lock approximately 1 ton of CO2 per 1 m3 of wood.Zu den wichtigsten Mitteln im Kampf gegen den Klimawandel gehört es neue Möglichkeiten zu finden, den Kohlenstoff aus der Atmosphäre zu binden. Die Baubranche kann zu diesen positiven Entwicklungen beitragen, indem sie Holzbaustoffe verwendet, die Kohlenstoff über ihre gesamte Lebensspanne speichern. Beispielsweise binden Schnittholzprodukte ca. 1 Tonne CO2 pro 1 m3 Holz.

„Die Trockenmasse von Holz besteht zu 50 % aus Kohlenstoff, der aus der Atmosphäre gebunden wird und somit nicht zum Treibhauseffekt beiträgt“, sagt Matti Kuittinen, Architekt und Forscher an der Aalto-Universität.

„Bei der Planung neuer Gebäude oder einer Renovierung müssen wir beachten, welche Emissionen während des Lebenszyklus des Gebäudes entstehen“, fährt Dr. Frank Werner von Frank Werner Umwelt & Entwicklung fort.

Holzprodukte können in allen Gebäuden eingesetzt werden

Holzprodukte können in allen Gebäuden eingesetzt werden 

Holzbasierte Rohstoffe können in den meisten Bereichen jedes Gebäudes zur Bindung von Kohlenstoff aus der Atmosphäre eingesetzt werden. So können Architekten und Bauherren die ehrgeizigen Ziele zur Senkung der CO2-Emissionen erfüllen. Das größte Potenzial für die Kohlenstoffspeicherung steckt in Außenwänden, Zwischenböden und Dachstrukturen. So wurde zum Beispiel ein Passivhaus für kalte Temperaturen mit zwei verschiedenen Alternativen von Materialkombinationen entworfen: ein Holzrahmen mit Holzfaserdämmung und ein Aircrete-Rahmen mit EPS-Dämmung.

„Mit beiden Lösungen wies der Rohbau die gleiche Energieeffizienz auf. Allerdings entstanden mit dem Holzrahmen ca. 40 % weniger CO2-Emissionen. Außerdem konnte darin fast viermal so viel Kohlenstoff aus der Atmosphäre gespeichert werden wie im Aircrete-Rahmen“, erläutert Kuittinen.

Holz ist während des gesamten Lebenszyklus und darüber hinaus klimafreundlich

 Holz ist während des gesamten Lebenszyklus und darüber hinaus klimafreundlich 

Da in den Holzteilen von Gebäuden große Mengen Kohlenstoff gebunden werden können, ist es wichtig sicherzustellen, dass die Kohlenstoffspeicherung möglichst langfristig erfolgt. Für eine hohe Lebensdauer benötigt man ein gutes Design, hohen Feuchtigkeitsschutz und gute Wartung. Und wenn die Holzteile in Gebäuden nicht mehr verwendet werden, können sie zu anderen Produkten wiederverwertet werden, damit der Kohlenstoff aus der Atmosphäre weiterhin gespeichert bleibt. Nach dem Recycling kann das Holzmaterial zur kohlenstoffneutralen Erzeugung von Bioenergie verwendet werden.

„Wenn der Gebäudebau heute neu erfunden würde, würden nachwachsende Rohstoffe eine wichtige Rolle spielen. Mithilfe von gut durchdachten, umweltfreundlichen Bauprodukten ist eine Revolution des klimafreundlicheren und nachhaltigeren Bauens möglich. Der Rest obliegt den Architekten und den Bauunternehmern", sagt Werner abschließend.

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Bilder: http://databank.metsagroup.com/l/Wcvrqg9SzZMt 

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Metsä Wood, Marketing Manager Henni Rousu, henni.rousu[at]metsagroup.com
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Cohn & Wolfe, Frauke Meier frauke.meier[at]cohnwolfe.com
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